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Dem Chaos ein Ende setzen

Joshua Stalla (HM), Stephan Tezel (Hochschule Augsburg) und Alexander Zeeb (TH Rosenheim) (v.r.) beim Arbeiten an der Mitschrift-App in der adesso-Geschäftsstelle (Foto: privat)
Joshua Stalla (HM), Stephan Tezel (Hochschule Augsburg) und Alexander Zeeb (TH Rosenheim) (v.r.) beim Arbeiten an der Mitschrift-App in der adesso-Geschäftsstelle (Foto: privat)

[29|01|2021]

HM-Studierende helfen bei der Digitalisierung der Schulen

 

Im Rahmen ihres Praxissemesters unterstützen die HM-Studenten Christian Bernhard, Joshua Stalla und Dominik Jantschar die Firma adesso und das Start-up Signal Hill derzeit bei der Entwicklung der Mitschrift-App wryte. Mit dieser iPad-App landen alle Mitschriften automatisch im richtigen (digitalen) Heft, die Zeiten eines Durcheinanders im vollgepackten (analogen) Schulranzen gehören so der Vergangenheit an.

 

Die Idee für die App, die sich bewusst an die Zielgruppe SchülerInnen richtet, kam den beiden Gründern Matthias Schadhauser und Philipp Kramer beim Nachhilfeunterricht. Im Gegensatz zu Schülern schaffen Studierende es oft besser, ihre Unterlagen mit gängigen Mitschrift-Apps selbst zu sortieren, bei SchülerInnen herrscht hingegen meist Chaos, sowohl analog als auch digital. Integrierte Features wie ein Stundenplan, der mit allen Fachordnern und Heften verlinkt ist, sorgen für eine intelligente Organisation. Wryte kann so immer von selbst das richtige Heft für seine NutzerInnen bereithalten.

 

Über einen Stundenplan lassen sich mit der Mitschrift-App wryte die Dokumente der SchülerInnen automatisch organisieren (Foto: wryte)
Über einen Stundenplan lassen sich mit der Mitschrift-App wryte die Dokumente der SchülerInnen automatisch organisieren (Foto: wryte)

Rotationspraktikum im Homeoffice

Die Firma adesso bietet jedes Semester etwa 20 Informatikstudierenden von bayerischen Hochschulen einen Rotationspraktikumsplatz. Die PraktikantInnen werden in Fünfergruppen auf passende Projekte verteilt und arbeiten ein Semester lang mit den ProjektleiterInnen an den jeweiligen Aufgabenstellungen. Für das Projekt wryte implementierten die Studierenden zunächst ein MVP (Minimum Viable Product), um darauf aufbauend eine bereits marktfähige Version zu erstellen.

Dank der iPad-App hat das Zettel-Chaos im Schulranzen ein Ende (Foto: wryte)
Dank der iPad-App hat das Zettel-Chaos im Schulranzen ein Ende (Foto: wryte)

Dabei organisierte sich das Team komplett eigenständig und arbeitete nach der agilen Arbeitsweise „Scrum“. Die Studenten übernahmen während des Entwicklungsprozesses vor allem die Rollen der Softwareentwickler und -architekten. Parallel wird bei adesso die Organisation von Scrum-spezifischen Kundenmeetings wie dem Sprint- Planning oder Review gefordert.

 

Unter normalen Bedingungen arbeiten die vier Teams alle in Präsenz in der adesso-Geschäftsstelle. Aufgrund der Corona-Krise befinden sich derzeit aber alle im Homeoffice. Was die Effizienz des wryte-Teams nicht einschränkte: Über einen kostenfreien Discord-Server und Mikrofone waren die Studierenden den ganzen Tag über miteinander verbunden und ein sofortiges Feedback oder Gespräch nur einen Klick entfernt. „Unsere Produktivität war damit nur minimal eingeschränkt. Natürlich hat es trotzdem mehr Spaß gemacht, mit neuen Arbeitskollegen und Freunden in der Geschäftsstelle zusammen zu tüfteln“, sagt Christian Bernhard.

 

Öffentlicher Teststart der App

Seit Mitte Januar laufen die ersten Tests der App im kleineren Kreis. Ende Februar startet dann eine große öffentliche Testrunde, für die sich jeder Interessierte auf der Webseite des Start-ups eintragen kann. Mit diesem Test endet auch das Praktikum für die Studierenden. Im Anschluss werden sie als Werkstudenten bei dem Projekt einsteigen, denn es sind noch viele weitere Features und Verbesserungen über den App Store Launch Ende März hinaus für die App geplant.

 

 

Mirja Fürst