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"Freie Lastenradl" für München

Maleen Maack und Raphael Draeger studieren beide Management Sozialer Innovationen (Foto: Johanna Weber)
Maleen Maack und Raphael Draeger studieren beide Management Sozialer Innovationen (Foto: Johanna Weber)

[21|07|2021]

HM-Studierende gründen Lastenradl München e.V. für mehr Fahrrad-Mobilität

 

Die HM-Studierenden Maleen Maack und Raphael Draeger initiierten im Mai 2021 die Gründung des Vereins Lastenradl München e.V. für mehr Fahrrad-Mobilität in München. Ihre Lastenräder bieten sie kostenfrei für alle Bürger an. Das Besondere: Ihr Projekt "Freie Lastenradl" machten sie gleichzeitig zum Thema des neuen Seminarformats ZukunftGestalten@HM / Real Projects der HM und des Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE). Rund 100 Studierende aus 13 Fakultäten entwickelten im Sommersemester 2021 nachhaltige und unternehmerische Ideen für die Wirtschaft und Gesellschaft von morgen. Beide GründerInnen studieren den Bachelor Management Sozialer Innovationen im siebten Semester. Im Interview erzählen sie von ihrem Projekt und ihren Zukunftsplänen.

 

HM: Wie profitieren die Stadt München und ihre BürgerInnen von den Lastenrädern?

Maleen Maack: Wir bieten die Möglichkeit, die Räder erstmal auszuprobieren und kostenfrei zu testen oder auch langfristig zu nutzen. Viele Menschen entscheiden sich dann dazu, sich auch selbst ein Lastenrad zuzulegen. Wir zeigen, dass das Lastenrad eine echte Alternative zu anderen Verkehrsmitteln ist und wie viel man damit unternehmen und transportieren kann. Je nach Modell bieten sie viel Stauraum, sodass sich die meisten der üblichen Besorgungsfahrten damit erledigen lassen. Der Umstieg vom Auto auf das Lastenrad entlastet den Verkehr in der (Innen-)Stadt, denn die Räder sind platzsparend, emissionsarm und verursachen kaum Lärm und Feinstaub. Lastenradfahren schützt aber nicht nur das Klima und die Umwelt: Es macht Spaß und ist gut für die Gesundheit.

 

Wie genau funktioniert Ihr Ausleihsystem?

Raphael Draeger: Wir verleihen Lastenräder, die an vielen Orten in München verteilt sind. Diese festen Stationen können Nachbarschaftstreffs, kleine Cafés, aber auch Büros mit regelmäßigen Öffnungszeiten sein. Über unsere Buchungswebseite lässt sich ein Lastenrad für bis zu drei Tage im Voraus buchen. Dann erhalten die Kunden ein Codewort, mit dem sie zur Station gehen und den Schlüssel übergeben bekommen. Das ist aber nur möglich, weil wir einen Pool aus Vereinsmitgliedern haben, die sich weit verstreut in der Stadt für die Räder engagieren.

 

Was sind Ihre Zukunftspläne?

Maleen Maack: Wir wollen "Freie Lastenradl" im Münchner Stadtgebiet und in Teilen des näheren Umlands etablieren. Wie viele es werden, hängt stark vom Engagement der Menschen in den jeweiligen Vierteln ab. Wir bieten die Buchungsplattform, das nötige Know-how und die Unterstützung, wo sie benötigt wird.

Raphael Draeger: Unser langfristiges Ziel ist es, dass die Menschen sich über unsere Plattform ein Lastenrad für ihr Viertel selbst organisieren und verwalten können.

 

Gründerin Maleen Maack fährt das Lastenrad „Louie“ (Foto: Johanna Weber)
Gründerin Maleen Maack fährt das Lastenrad „Louie“ (Foto: Johanna Weber)

 

Weitere Informationen zu den Seminarformaten ZukunftGestalten@HM und Real Projects erhalten Sie auf den Seiten der Hochschule München sowie auf dieser Webseite des SCE .

 

 

Amanda Shala