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Wie München zur "Cool City" werden kann

"CQRCL" möchte Brandschutzwände mit QR-Codes begrünen (Bild: SCE)

[06|08|2021]

23 Gründungsideen für eine zirkuläre, nachhaltige und inklusive Stadt

 

In dem Blockseminar Social X-Factor haben 120 Studierende aus acht Fakultäten eine Woche lang interdisziplinär an Ideen für eine zirkuläre, nachhaltige und inklusive Stadt gearbeitet. Im digitalen Live-Finale stellten sie diese den insgesamt 180 Teilnehmenden vor. Social X-Factor ist ein Real Project der Hochschule München in Kooperation mit dem Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE).

 

Grüne Brandschutzwände

Damit München bis 2030 klimaneutral ist, muss die gesamte Stadtgesellschaft eingebunden werden. Schon 2019 initiierte daher das Referat für Gesundheit und Umwelt die Kampagne "München Cool City". Daran knüpft die im Social X-Factor entstandene Idee "CQRCL" an, deren Team für die Vision eines zirkulären Münchens steht und welche die Kampagne der Stadt München noch bekannter machen möchte.

 

Ihre Idee: Ungenutzte Brandschutzwände in der Form eines QR-Codes begrünen, was mithilfe der Technik der vertikalen Fassadenbegrünung gelingt. So lenken die Pflanzen als aufmerksamkeitsstarker Hingucker den Fokus der MünchnerInnen auf das Thema Nachhaltigkeit, indem sie spielerisch über den QR-Code auf die CQRCL-Plattform gelenkt werden. Sie macht die MünchnerInnen mit nachhaltigen Projekten, Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten bekannt, vernetzt sie und holt ihre Meinung ein.

 

Lieblingsidee des Publikums: CoffeeIN macht Strohhalme aus Kaffeesatz und damit das Kaffeetrinken nachhaltiger (Foto: SCE)
Lieblingsidee des Publikums: CoffeeIN macht Strohhalme aus Kaffeesatz und damit das Kaffeetrinken nachhaltiger (Foto: SCE)

Wild Card für den Strascheg Award

CQRCL ist nur eine von 23 Ideen, die München zur „Cool City“ wachsen lassen und als eines von drei Teams im Finale von Social-X-Factor die Jury überzeugt hat. Zwei weitere GewinnerInnen-Teams haben eine Wild Card für den Strascheg Award gewonnen und damit gute Chancen, ihre großartigen Ideen weiterzutreiben:

  • measure up – ein individualisierbares, nachhaltig verpacktes und leicht dosierbares Waschpulver
  • Urban Bazar – ein physischer Begegnungsraum für natürliche Interaktion auf Augenhöhe zwischen Geflüchteten und Nicht-Geflüchteten, damit Menschen neue vielfältige Verbindungen schaffen

 

Das Publikum prämierte ebenfalls seine Lieblingsidee: CoffeeIN macht den Kaffeegenuss nachhaltiger, indem sie Kaffeesatz zu Strohhalmen werden lässt. HM-Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Stumpp zeigte sich begeistert von der Abschlussveranstaltung: "Das Real-Project-Format hat zu 23 inspirierenden Ideen geführt. Ideen von offensichtlich begeisterten und höchst engagierten Studierenden, begleitet von gleichermaßen engagierten Kollegen. Herzlichen Dank!"

 

 

Susanna Eder / Mirja Fürst