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Wie finden Unternehmen die Generation Z?

Durch die Interviews mit der Generation Z fanden die Studierenden heraus, wie Berufseinsteiger auf den Karriereseiten nach Jobs recherchieren (Foto: Julia Bergmeister)
Durch die Interviews mit der Generation Z fanden die Studierenden heraus, wie Berufseinsteiger auf den Karriereseiten nach Jobs recherchieren (Foto: Julia Bergmeister)

[16|08|2022]

HR-Praxischallenge schlägt neue Wege ein

 

Die Generation Z ist die erste Generation, die mit digitaler Technik und Social Media aufgewachsen ist. Diese bisher kleinste Generation in Deutschland wird einen Wandel in der Arbeitskultur auslösen. Prof. Dr. Verena Kaiser, Fakultät für Betriebswirtschaft der HM, suchte mit ihren Studierenden im Schwerpunkt Human Resource Management in einer Praxischallenge der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG (ABV) nach Verbesserungsmöglichkeiten für die Personalsuche.

 

Allianz: Zu wenig Bewerbungen

Die Studierenden führten Interviews mit der Generation Z durch, um herauszufinden, wie Studierende und Berufseinsteiger auf den Karriereseiten des Vertriebs der Allianz nach Jobs recherchieren und welchen Eindruck sie vom Arbeitgeber ABV haben.

 

Personalmarketing für eine neue Generation

„Vertrieb und Versicherung sind natürlich schonmal ein doppeltes Minus“ oder „hat eher einen trockenen Ruf“ waren typische Aussagen der Befragten. Um solchen Vorurteilen entgegenzuwirken und die ABV als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren, schlagen die Studierenden unter anderem diese Maßnahmen vor:

 

  • Karriereseiten müssen leichter auffindbar sein, bessere Übersichtlichkeit und Links zu relevanten Informationen, Testimonials von jungen Mitarbeitern und direkte Verlinkungen zu Social-Media-Kanälen

  • Top-Kriterium ist nach wie vor das Gehalt. An zweiter Stelle kommt örtliche Flexibilität, noch vor der zeitlichen Flexibilität. Hier sollte auch der Arbeitgeber Flexibilität zeigen.

 

Frau Hönl von der ABV zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen: „Für mich war die HR-Praxischallenge eine ganz neue Erfahrung. Die Studierenden konnten mit ihrer GenZ-Brille hilfreichen Input liefern. Ich bin gespannt, was davon wir umsetzen werden.“

 

Ergebnisse aus der Praxis: Siemens Healthineers

Der zweite Challenge kam von Siemens Healthineers: „Wie kann HR den Mitarbeitenden dabei helfen, den Austausch mit der Führungskraft im digitalen Umfeld optimal zu gestalten?“ Das Thema hat während der Corona-Zeit an Fahrt aufgenommen und wird der Arbeitswelt erhalten bleiben. Die Studierenden schlagen unter anderem vor, dass im Rahmen des neuen Konzeptes „Digitale Führung“ ein regelmäßiger Austausch zwischen Mitarbeitendem und Führungskraft per Miroboard stattfindet. Dabei werden erst in einem Fragebogen Bedürfnisse abgefragt und dann über unterschiedliche Aspekte online diskutiert. Teil des Konzeptes sind auch regelmäßige Präsenzmeetings und kreative Elemente wie Impulsfragen, um das Format etwas aufzulockern. Selbstverständlich sind alle Board- und Diskussionsinhalte vertraulich.

 

Marc Schlichtner von Siemens Healthineers ist sehr angetan von den Vorschlägen der Studierenden: „Die HR-Praxischallenge ist in meinen Augen ein hervorragendes Format, mit immer wieder überraschend, erfrischend und für die Praxis hilfreichen Ergebnisse. Die Studierende haben einen anderen, neutralen Blickwinkel auf unsere Problemstellungen und denken und arbeiten in einem alternativen Lösungsraum der uns sonst mitunter verschlossen bleiben würde. Sehr hilfreich!“

 

 

Ralf Kastner